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Liebe Freunde und Interessenten an der kleinen Novemberreise nach Thüringen!

Abreise Sonnabend 31. Oktober - Zurück am Montag, 2. November

Start und Ankunft Berlin, vor dem Bahnhof Südkreuz

 

Ich freue mich, Ihnen eine ganz besondere mitteldeutsche Landschaft mit dieser Reise vorstellen  zu können. Seit Kindertagen kenne ich Thüringen, hatte eine Schwester in Zella-Mehlis, ein Freundin in

Sonneberg - aber immer kam dieser besondere Landstrich zwischen beiden Orten zu kurz.

Nun aber, nach einer gründlichen Recherche, die ich neben einiger Mühe auch sehr genossen habe, kann ich Ihnen ein Programm für das "Henneberger Land" vorstellen. Gemeint sind damit die schönen, aber recht fernen Teile des Freistaates, die hinter dem Rennsteig liegen und vor der Bayrisch-Fränkischen Grenze.

Die Henneberger Grafen und ihre Verwandten gibt es freilich seit einem halben Jahrtausend nicht mehr. Aber, was unter ihrer Herrschaft und Politik geschaffen wurde an Städten, Dörfern, Klöstern, Kirchen und Hütten, hatte gut Bestand und bestimmt bis heute die Landschaft - wenn auch freilich der offizielle Name weniger geheimnisvoll klingen mag, da reisen wir schlicht in die Landkreise Meiningen-Schmalkalden und Hildburghausen... 

Sie erwartet eine klassisch kleinteilige Landschaft, die schon seit den Bandkeramikern und den geheimnis-umwobenen Kelten dicht besiedelt und landwirtschaftlich erschlossen wurde. Wodurch es nicht verwundert, dass mit der christlichen Kolonisation bereits in Karolingischer Zeit eine wichtige Rolle auf das Gebiet zukam. In der Reformation und den folgenden Unruhen in Mitteleuropa stand das Land nicht abseits, seine Bewohner wurden ganz in die Wirbel der Zeit gerissen. Eines der historischen Ergebnisse hier war eine Welteinmaligkeit: Die Kleinstaaterei! Eine Aufteilung der einst großen Herrschaft in konkurrierende Mini-Residenzen. Für uns heute Reisende ist das nicht nur interessant, sondern auch amüsant. Es entstand eine Schlösser- und Residenz-Dichte, die natürlich auch eine hohe Zahl an Highlights für uns hinterlassen hat.

Da der Landstrich gute Böden besitzt und auch Rohstoffen aus den Bergen zu den Schätzen gehörte, entstand ein besonderer kultureller Reichtum. Bis heute spürbar!

Auch die G r e n z l a g e, in die unsere Gegend in der Geschichte öfter geriet, erzeugte eine spezielle Kultur, die besonders in den einmaligen Kirchenburgen an der Werra zum Ausdruck kommt.

Und nicht zuletzt sei erwähnt, dass auch in den Zeiten der Aufklärung und Romantik die Thüringer Kleinstaaten eine sogar führende Rolle spielten, denn nun galt es für die kleinen Fürsten, durch Kunst und Kultur Größe zu zeigen.

Die Durchreise mit dem ICE oder auf der neuen, schönen Autobahn A 71 mit Tunnel und Viadukten vermittelt

nur einen Hauch dieses Flairs. Doch kaum fasst der Reisende den Gedanken, hier aussteigen zu wollen, ist er schon über den schönen Landstrich hinweg und rast gen Schweinfurt.

 

Wollen wir an diesem ersten langen Novemberwochenende endlich hier verweilen!

 

Wie wird die Reise im Detail aussehen:

Das Wichtigste zuerst. Es erscheint mir zurzeit riskant, sich mit der Bahn und dem öffentlichen Nahverkehr zu bewegen,  denn die Verspätungen und spontanen Baustellen der Bahn und der Bundesstraßen können sehr leicht eine extra maßgeschneiderte Reise nicht nur stören, sonder zerstören. 

Deshalb habe ich mich entschieden, mit dem  R e i s e b u s  schon ab Berlin zu reisen.

Das hat natürlich vor Ort den Vorteil der Flexibilität und gibt die Möglichkeit, bequemer voranzukommen. Allerdings erhöht es auch etwas Ihren Beitrag, gemessen an einer Bahnreise.

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 Tag 1:

Anreise nach Meiningen und erste Erkundung. Wir folgen der A 71 und den Flüssen am Südhang des Thüringer Waldes. Sie treffen sich an der schönen Werra. Aber bereits am Lauf der Schwarza und Schönau liegt Sehenswertes. Wir stoppen im Städtchen Schwarza für den vergessnen Friedhof der einstigen jüdischen Gemeinde und besuchen den Nachbarort Rohr mit seiner berühmten Kirchenburg. Sie verbirgt unter sich als Krypta das älteste Bauwerk Mitteldeutschlands. Die Johanniterburg von Kühndorf steht dem nicht nach, offenbart sie doch originale Strukturen aller Thüringer Bau-Epochen. Ganz anders sieht es im Schloss Untermaßfeld aus, das bis heute eine JVA ist - aber eine

mit Museum...! Wer möchte dort nicht mal verweilen - als Gast.

Am Abend sind wir pünktlich in der einstigen Residenz- und Theaterstadt Meiningen, wo unser Hotel

auf seine Gäste wartet. Ein abendlicher Spaziergang vermittelt ersten Eindruck ....

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Tag 2 :

Ab 9 Uhr geht es per Reisebus in die Nachbarregion: den Kreis Hildburghausen! Hier erwartet Sie viel. Es ist unser "Hauptreisetag". Der Bus führt uns die Werra entlang in das Kloster der Henneberger nach Veßra (vorher ein kleiner Gang durch Themar mit seiner schönen Lage im Tal der Werra).

Gleich nebenan liegt die hübsche Kleinstadt Schleusingen mit dem wohl größten Schloss  der Henneberger - heute ein unverwechselbares Naturhistorisches Museum, das über die unglaublich fesselnde und vielschichtige Naturgeschichte Thüringens berichtet.

In der "Teutschen Schule" von Schleusingen gibt es ein gutes Mittagessen!

Was für den Nachmittag bleibt, ist vor allem die einstige Residenzstadt Hildburghausen, deren Schloss zwar im zweiten Weltkrieg unterging,´dass aber über das schönste Rathaus Thüringens verfügt und darüber hinaus mit der "Alten Post" lockt, ein weiteres ausgezeichnetes Stadtmuseum. Zwei Ereignisse haben die Stadt berühmt gemacht: Der Unternehmer Josef Meyer und dieTatzenabdrücke der Vorfahren der Saurier - eine Entdeckung, die wesentlich zur Entwicklung des Darwinismus beitrug.

Auf der Heimfahrt sollten wir einen Stopp im Dorf Bedheim nicht versäumen. Auch hier zwei Singularitäten: Ein Schloss, dass von der adligen Schlossfamilie ungebrochen über die Epochen bewohnt wird und eine Kirche mit einer Schwalbennest-Orgel!

Am Abend im Meiningen ist der Besuche der Kammerspiele möglich, wo der bekannte Regisseur Frank Behnke ein Stück von Theresia Walser inszenierte.

 

Tag 3 / Abreise und letzte Erkenntnisse

Was bisher fehlte, folgt zum Abschluss: Meiningen! Jahrhunderte gehörte es zum Hochstift Würzburg und war danach lange der Verwaltungsort des Henneberger Landes. Hier gibt es eine Führung in der Altstadt und anschließend eine Fahrt zum fernsten Stadtteil, direkt gelegen an der Grenze zu Franken. Dort ersteigen wir die Ruine der Henneburg (leichter Anstieg!) und haben eine große Aussicht - u.a. über die Rhön. Nach der Einkehr im historischen Gasthof von Bauerbach erwartet Sie ein krönender Abschluss: Der Besuch im Friedrich-Schiller-Museum. Von Hier geht es über die nahe A 71 direkt zurück nach Berlin, wo wir gegen 18 Uhr ankommen.

 

Der Teilnahmebeitrag für alle Fahrten, Hotel mit Frühstück und Abendessen wird 420 €. sein. Darüber hinaus benötigen sie Mittel für dreimal Mittagseinkehr (kein Muss) und ca. 25 € für Eintritte in Museen. Falls Sie ein Theaterticket möchten, dies bitte möglichst bald kundtun.

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