

Ausflugsprogramm September 2026
Freitag, 4. September - 14 Uhr
B e t r e t e n v e r b o t en
Führung durch die Friedhöfe an der Liesenstraße! Der Domfriedhof der St. Hedwigs Gemeinde und die Ruhestätten der Französisch-Reformierten Gemeinde ereilten nach dem Weltkrieg durch die Sektoren-Politik und „Mauerbau“ fast das Schicksal der Auslöschung. Prominenten wie Theodor Fontane, der seit dem September 1898 hier ruht und mutigen Berlinern der 1980er ist es zu verdanken, dass wir sie heute wieder besuchen können. 25 Jahre war das verboten, eine Genehmigung schwer zu erlangen. Gräber im Mauerstreifen wurden zerstört, bedeutende Kunst zerfiel. Doch gibt es viel zu entdecken und wiederzufinden! Aufwendige, wertvolle Grabmale überstanden diese Zeiten – z.b für Hotelier Adlon, Kaufmann Cloppenburg, Pelzhändler Michelet. Auch die Orte der Künstler und Forscher sind nicht vergessen: Fontanes Grab neu errichtet, der kleine Stein der großen Milder-Hauptmann wiedergefunden, die Kreuze für Cornelius und Weiherstraß rekonstruiert. Wie schön, Sie brauchen keine Genehmigung mehr, aber bitte eine Anmeldung.
<>2km<>17Uhr zurück<>20€
Treff: U-Bf. Naturkundemuseum – Ausgang zur Zinnowitzer Str.
Mittwoch, 9. September - 11 Uhr
B a l l a d e n i n M u t t e r s G a r t e n
Eine kleine Wanderung entlang des Seddiner Sees in meinen Garten für eine Mittagseinkehr unterm Apfelbaum. Mit im Programm Verkostung von Kräuterbroten und Kräutertee aus dem Garten. Dazu stelle ich spannenden Balladen vor – nicht nur von den großen Meistern…. Zum Finale erwartet Sie ein deftiger Blechkuchen von Äpfeln und Zwetschgen – einst Johann Wolfgang von Goethes Lieblingsschlemmerei.
<>Bitte anmelden<>Regiobus 11:13<>5km, verteilt<>Teilnahme auch ohne Wandern möglich<>18Uhr<>45€ inklusive Einkehr
Treff: Hauptbahnhof Potsdam, vor dem Buchladen „B & P“
Sonnabend, 12. September – 10.15 Uhr
K e m n i t z i m H a v e l l a n d
Wanderung am Ufer des Plessower Sees – ein Spätsommer-Idyll. Das Havelland hat viele Seen - aber selten gibt es einen so attraktiven Uferwanderweg wie den vom Dorf Kemnitz nach Werder. Der See, einst ein Zweitarm der Havel, ist ohne Bootsverkehr und von Laubwald umgeben. Das Dorf hat noch etwas von Brandenburgs Einsamkeit, die Kirche fast ein Gruß aus dem Mittelalter. Das Gutshaus derer von Brietzke ist wohlerhalten und am anderen Ufer lockt die Ruine der Raubritterburg der Rochows, einst die Herren des Plessower Landes. Das Wegstück durch Werder führt entlang letzter Obstgärten auf die aussichtsreiche Bismarck-Höhe. Abschließend ist im historischen Henkerhaus eine Einkehr möglich.
<>Bahn10.23<>bitte anmelden<>Picknickmitbringen<>Badenstellen<>7km<>
16Uhr<>30€ inkl. Taxibeitrag
Treff: Bf. Berlin-Wannsee am Gleis RE1 Richtung Magdeburg
Mittwoch, 16. September – 11 Uhr
K i e z u n d K n e t e
Stadtwanderung quer durch den alten Berliner Arbeiterbezirk Prenzlauer Berg. Kein anderer Kiez hat sich nach der Wende so verändert. Was ist geblieben, wie macht sich das Neue und was ist denn konkret „Gentrifizierung“? Dieser Gang bringt es vergnüglich ans Licht. Der Kurs – mit reichlich Pausen – führt vom geplanten Olympia-2000-Areal durch den Anton-Saefkow-Park zum Thälmann-Park und über das einst größte und modernste Obdachlosenasyl der Welt – heute Bezirksverwaltung – geht es ins wahre Herz des Kiezes mit Göhrener Ei, Helmi und der „Ecke Schönhauser“. Die Max-Schmeling-Halle, das Umspannwerk Humboldt und der beliebte Arminplatz bilden die letzte Etappe der Tour.
<>bitte anmelden<>Einkehr<>6km<>auch innen<>15Uhr<>25€ inkl. Eintritten
Treff: S-Bahnhof Landsberger Allee – auf des Bahnsteigs Mitte
Montag, 21. September - 9 Uhr
O r g e l n i m „L ä n d c h e n J ü t e r b o g“
Busausflug mit Kantor Winfried Kuntz in den Südwesten Brandenburgs. Unsere neuen Ziele sind für diese Premiere im Niederen Fläming des Landkreises Teltow-Fläming die Gegend von Jüterbog und die alte Stadt selbst. Eine besondere Orgellandschaft dürfen Sie erwarten und eine Region, mit markanter Geschichte! Schließlich gehörte das Land einst zum Kirchenstaat Magdeburg und danach gar zu Sachsen… Besichtigt wird dabei das schöne Jüterbog nicht wegen der drei berühmten Keulen, sondern seine drei Orgeln stehen im Mittelpunkt! Betreut und bespielt werden sie vom Kreiskantor Manuel Gera, der 2021 von Hamburg nach Jüterbog wechselte. In einem interessanten Kontrast stehen dazu die Dorfkirchenorgeln, die wir anschließend in Niedergörsdorf ansteuern – in den Kirchen von Eckmannsdorf, Mellnsdorf, Blönsdorf und Schönefeld.
<>anmelden nur noch auf Reserve möglich, ist ausgebucht<>Einkehr<>18Uhr<>65 € (Fahrt, Führung, Konzerte, Spende)
Treff: vor dem Bf. Berlin-Südkreuz am Ausgang Hildegard-Knef-Platz
Sonnabend, 26. September - 8.30 Uhr
V e r i t a s i n W i t t e n b e r g e
Bahnausflug für die größte Stadt der Prignitz, die bei vielen Umfragen als einer der attraktivsten Orte Brandenburg gekürt wurde und die im nächsten Jahr die Landesgartenschau austragen wird. Fakt ist jedoch, dass die meisten einfach hier durchfahren – auf dem Wege nach Hamburg, Schwerin, Berlin. In Wahrheit bietet Wittenberge tatsächlich viel – und nicht nur, weil es mit seiner hübschen Uferpromenade mitten im Biosphärenreservat der Elbe liegt. Auch Europas größte Nähmaschinenfabrik produzierte direkt hier am Fluss – erst Singer, dann Veritas - und sie bietet im höchsten Uhrenturm des Kontinents eine fesselnde Industrieausstellung zur Geschichte der einmal so geliebten Nähmaschinen. Auch die Story der benachbarten Ölmühle fasziniert, sie beherbergt jetzt ein erfolgreiches Ressort Hotel und die imposante Freilicht-Bühne der „Elbland-Festspiele“. Vor Ort können Sie nicht nur eine kleine, feine Altstadt entdecken, sondern auch ein echtes Jugendstilviertel und mit der Siedlung Eigene Scholle eine Gropius-Stadt. Eisenbahnliebhaber kommen an der berühmten Bahnstrecke museal auf ihre Kosten – im größten „Bahnbetriebswerk“ der DDR.
Bahn8.37<>Zustieg vorher möglich<>Bitte anmelden<>Einkehr<>5km, verteilt<>
19Uhr<>40€
Treff: Bf. Berlin-Spandau am Gleis 3 für den RE 8
Mittwoch, 30. September - 11 Uhr
B e r l i n e r G e s p e n s t e r
Führung zu Leben und Werk E.T.A. Hoffmanns im Jahre seines 250. Geburtstages. Für mich ist er der Größte der sogenannten Romantiker – und ich sehe in vielen seiner Werke mit ihren unsterblichen Figuren einen ersten Repräsen tanten der modernen Literatur. Was hat diesen ruhelosen Dichter immer wieder nach Berlin getrieben, wer waren hier Freunde und Feinde und wo finden wir noch Orte seiner unheimlichen Geschichten? Der Kurs durch das einstige preußische Regierungsviertel und die Friedrichstadt führt zu schönen und berühmten Orten, aber offenbart auch den mangelhaften Umgang der Stadt und Politik mit ihren Schriftstellern. Der Gang führt von der einstigen Börse zur Staatsbibliothek (mit einer kleinen Sonderführung und Pauseneinkehr in der Kantine) und vom Gendarmenmarkt, wo Hoffmann wohnte, gehts zum Kammergericht, wo der Dichter Richter war. Im Hof der Staatsbibliothek können sie das erste Kapitel von „Klein Zaches – genannt Zinnober“ hören.
<>bitte anmelden<>2,5km<>14:30Uhr<>20€
Treff: S-Bf. Hackescher Markt am Irish-Pu