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  • Reise Henneberger Land | uwe-scheddin

    Liebe Freunde und Interessenten an der kleinen Novemberreise nach Thüringen! Abreise Sonnabend 31. Oktober - Zurück am Montag, 2. November Start und Ankunft Berlin, vor dem Bahnhof Südkreuz Ich freue mich, Ihnen eine ganz besondere mitteldeutsche Landschaft mit dieser Reise vorstellen zu können. Seit Kindertagen kenne ich Thüringen, hatte eine Schwester in Zella-Mehlis, ein Freundin in Sonneberg - aber immer kam dieser besondere Landstrich zwischen beiden Orten zu kurz. Nun aber, nach einer gründlichen Recherche, die ich neben einiger Mühe auch sehr genossen habe, kann ich Ihnen ein Programm für das "Henneberger Land" vorstellen. Gemeint sind damit die schönen, aber recht fernen Teile des Freistaates, die hinter dem Rennsteig liegen und vor der Bayrisch-Fränkischen Grenze. Die Henneberger Grafen und ihre Verwandten gibt es freilich seit einem halben Jahrtausend nicht mehr. Aber, was unter ihrer Herrschaft und Politik geschaffen wurde an Städten, Dörfern, Klöstern, Kirchen und Hütten, hatte gut Bestand und bestimmt bis heute die Landschaft - wenn auch freilich der offizielle Name weniger geheimnisvoll klingen mag, da reisen wir schlicht in die Landkreise Meiningen-Schmalkalden und Hildburghausen... Sie erwartet eine klassisch kleinteilige Landschaft, die schon seit den Bandkeramikern und den geheimnis-umwobenen Kelten dicht besiedelt und landwirtschaftlich erschlossen wurde. Wodurch es nicht verwundert, dass mit der christlichen Kolonisation bereits in Karolingischer Zeit eine wichtige Rolle auf das Gebiet zukam. In der Reformation und den folgenden Unruhen in Mitteleuropa stand das Land nicht abseits, seine Bewohner wurden ganz in die Wirbel der Zeit gerissen. Eines der historischen Ergebnisse hier war eine Welteinmaligkeit: Die Kleinstaaterei! Eine Aufteilung der einst großen Herrschaft in konkurrierende Mini-Residenzen. Für uns heute Reisende ist das nicht nur interessant, sondern auch amüsant. Es entstand eine Schlösser- und Residenz-Dichte, die natürlich auch eine hohe Zahl an Highlights für uns hinterlassen hat. Da der Landstrich gute Böden besitzt und auch Rohstoffen aus den Bergen zu den Schätzen gehörte, entstand ein besonderer kultureller Reichtum. Bis heute spürbar! Auch die G r e n z l a g e, in die unsere Gegend in der Geschichte öfter geriet, erzeugte eine spezielle Kultur, die besonders in den einmaligen Kirchenburgen an der Werra zum Ausdruck kommt. Und nicht zuletzt sei erwähnt, dass auch in den Zeiten der Aufklärung und Romantik die Thüringer Kleinstaaten eine sogar führende Rolle spielten, denn nun galt es für die kleinen Fürsten, durch Kunst und Kultur Größe zu zeigen. Die Durchreise mit dem ICE oder auf der neuen, schönen Autobahn A 71 mit Tunnel und Viadukten vermittelt nur einen Hauch dieses Flairs. Doch kaum fasst der Reisende den Gedanken, hier aussteigen zu wollen, ist er schon über den schönen Landstrich hinweg und rast gen Schweinfurt. Wollen wir an diesem ersten langen Novemberwochenende endlich hier verweilen! Wie wird die Reise im Detail aussehen: Das Wichtigste zuerst. Es erscheint mir zurzeit riskant, sich mit der Bahn und dem öffentlichen Nahverkehr zu bewegen, denn die Verspätungen und spontanen Baustellen der Bahn und der Bundesstraßen können sehr leicht eine extra maßgeschneiderte Reise nicht nur stören, sonder zerstören. Deshalb habe ich mich entschieden, mit dem R e i s e b u s schon ab Berlin zu reisen. Das hat natürlich vor Ort den Vorteil der Flexibilität und gibt die Möglichkeit, bequemer voranzukommen. Allerdings erhöht es auch etwas Ihren Beitrag, gemessen an einer Bahnreise. Tag 1: Anreise nach Meiningen und erste Erkundung. Wir folgen der A 71 und den Flüssen am Südhang des Thüringer Waldes. Sie treffen sich an der schönen Werra. Aber bereits am Lauf der Schwarza und Schönau liegt Sehenswertes. Wir stoppen im Städtchen Schwarza für den vergessnen Friedhof der einstigen jüdischen Gemeinde und besuchen den Nachbarort Rohr mit seiner berühmten Kirchenburg. Sie verbirgt unter sich als Krypta das älteste Bauwerk Mitteldeutschlands. Die Johanniterburg von Kühndorf steht dem nicht nach, offenbart sie doch originale Strukturen aller Thüringer Bau-Epochen. Ganz anders sieht es im Schloss Untermaßfeld aus, das bis heute eine JVA ist - aber eine mit Museum...! Wer möchte dort nicht mal verweilen - als Gast. Am Abend sind wir pünktlich in der einstigen Residenz- und Theaterstadt Meiningen, wo unser Hotel auf seine Gäste wartet. Ein abendlicher Spaziergang vermittelt ersten Eindruck .... Tag 2 : Ab 9 Uhr geht es per Reisebus in die Nachbarregion: den Kreis Hildburghausen! Hier erwartet Sie viel. Es ist unser "Hauptreisetag". Der Bus führt uns die Werra entlang in das Kloster der Henneberger nach Veßra (vorher ein kleiner Gang durch Themar mit seiner schönen Lage im Tal der Werra). Gleich nebenan liegt die hübsche Kleinstadt Schleusingen mit dem wohl größten Schloss der Henneberger - heute ein unverwechselbares Naturhistorisches Museum, das über die unglaublich fesselnde und vielschichtige Naturgeschichte Thüringens berichtet. In der "Teutschen Schule" von Schleusingen gibt es ein gutes Mittagessen! Was für den Nachmittag bleibt, ist vor allem die einstige Residenzstadt Hildburghausen, deren Schloss zwar im zweiten Weltkrieg unterging,´dass aber über das schönste Rathaus Thüringens verfügt und darüber hinaus mit der "Alten Post" lockt, ein weiteres ausgezeichnetes Stadtmuseum. Zwei Ereignisse haben die Stadt berühmt gemacht: Der Unternehmer Josef Meyer und dieTatzenabdrücke der Vorfahren der Saurier - eine Entdeckung, die wesentlich zur Entwicklung des Darwinismus beitrug. Auf der Heimfahrt sollten wir einen Stopp im Dorf Bedheim nicht versäumen. Auch hier zwei Singularitäten: Ein Schloss, dass von der adligen Schlossfamilie ungebrochen über die Epochen bewohnt wird und eine Kirche mit einer Schwalbennest-Orgel! Am Abend im Meiningen ist der Besuche der Kammerspiele möglich, wo der bekannte Regisseur Frank Behnke ein Stück von Theresia Walser inszenierte. Tag 3 / Abreise und letzte Erkenntnisse Was bisher fehlte, folgt zum Abschluss: Meiningen! Jahrhunderte gehörte es zum Hochstift Würzburg und war danach lange der Verwaltungsort des Henneberger Landes. Hier gibt es eine Führung in der Altstadt und anschließend eine Fahrt zum fernsten Stadtteil, direkt gelegen an der Grenze zu Franken. Dort ersteigen wir die Ruine der Henneburg (leichter Anstieg!) und haben eine große Aussicht - u.a. über die Rhön. Nach der Einkehr im historischen Gasthof von Bauerbach erwartet Sie ein krönender Abschluss: Der Besuch im Friedrich-Schiller-Museum. Von Hier geht es über die nahe A 71 direkt zurück nach Berlin, wo wir gegen 18 Uhr ankommen. Der Teilnahmebeitrag für alle Fahrten, Hotel mit Frühstück und Abendessen wird 420 €. sein. Darüber hinaus benötigen sie Mittel für dreimal Mittagseinkehr (kein Muss) und ca. 25 € für Eintritte in Museen. Falls Sie ein Theaterticket möchten, dies bitte möglichst bald kundtun. Bitte gleich melden bei Interesse!

  • Oktober 2026 | uwe-scheddin

    Vorschau Oktober 2026 Vorschau Oktober Freitag, 2. – Sonnabend, 3. Oktober K r a n i c h e i n P o m m e r n Kleine Bahnreise nach Vorpommern und an das Stettiner Haff. Wieder ist es Herbst… und wieder sammeln sich die schönen Vögel, um uns zu verlassen. Ihr eindrucksvollster Rastplatz ist für mich das „Anklamer Stadtbruch“ – eine Wiesen- und Sumpflandschaft am Haff, nur erreichbar mit Rad oder – für uns – mit dem Großraumtaxi. Doch Anklam ist nicht nur ein Kranich-Ort: Die Altstadt ist sehenswert und ein Besuch des Stadt- und des Lilienthal-Museum fest eingeplant. Hier wurden die berühmten Brüder geboren, gingen auf das Gymnasium und machten schon Flugversuche (sicherlich waren es die Kraniche von Pommern, die die Brüder zum ersten Menschenflug inspirierten)! Mit im Pro gramm ein Besuch in Kamp und damit verbunden eine Fährfahrt nach Usedom mit einer Wanderung auf der Insel. Ohne Wanderung, weil direkt neben dem Bahnhof gelegen, können wir in Jatznick die bekannte und noch in Betrieb befindliche Forstsamen-Darre besichtigen. Passt nicht zum Thema der Reise? Doch es passt schon, denn viele der Baumsamen haben Flügeln oder reisen mit den Vögeln. <>Bahn 8.31<>Bitte anmelden<>Wanderstrecken je 5km<>Hotel in Anklam<>Beitrag 160€ Führung, Fahrt, Hotel/130€ mit D-Ticket<>EZ verfügbar Treff 8:15 Uhr im Bf. Berlin-Gesundbrunnen, Gleis 8 für RE 3 Richtung Schwedt Mittwoch, 7. Oktober – 9.30 Uhr D i e H e i d e u n d d e r W e r b e l l i n Bahnausflug für ein kleine Wanderung in der Schorfheide und eine S c h i f f a h r t auf dem Werbellinsee. Mit einem Kurs vom Dorf Eichhorst entlang des Werbellinkanals und einer Einkehr im Hotel-Restaurant Café Wildau, direkt am See. < >bitte anmelden<>5km, verteilt<>19Uhr<>40€ Treff: Bf. Berlin-Gesundbrunnen am Gleis 9 RE 3 Richtung Stralsund Dienstag, 13. Oktober – 11 Uhr K i e z u n d K n e t e Stadtwanderung quer durch den alten Berliner Arbeiterbezirk Prenzlauer Berg. Kein anderer Kiez hat sich nach der Wende so verändert. Was ist geblieben, wie macht sich das Neue und was ist denn konkret „Gentrifizierung“? Dieser Gang bringt es vergnüglich ans Licht. Der Kurs – mit reichlich Pausen – führt vom geplanten Olympia-2000-Areal durch den Anton-Saefkow-Park zum Thälmann-Park und über das einst größte und modernste Obdachlosenasyl der Welt – heute Bezirksverwaltung – geht es ins wahre Herz des Kiezes mit Göhrener Ei, Helmi und der „Ecke Schönhauser“. Die Max-Schmeling-Halle, das Umspannwerk Humboldt und der beliebte Arminplatz bilden die letzte Etappe der Tour. <>bitte anmelden<>Einkehr<>6km<>auch innen<>15Uhr<>25€ inkl. Eintritten Treff: S-Bahnhof Landsberger Allee – auf des Bahnsteigs Mitte Donnerstag, 15. Oktober – 8 Uhr T a g e b a u u n d G a r t e n s t a d t Bahnausflug nach Senftenberg mit der ersten deutschen Gartenstadt Marga und dem ersten „Tagebau-Restloch“, welches naturnah und als Erholungsort rekultiviert wurde. Und die Stadt überrascht auch durch ihre historische und intakte Altstadt, die außer einem respektablen Theater auch ein Museum im Schloss und einen Zoologischen Garten im Schlosspark hat. <>bitte anmelden<>Einkehr<>18Uhr<>30€ mit D-Ticket Treff : Bf. Berlin-Ostkreuz am Gleis 1 für den RE 7 nach Senftenberg Sonnabend, 24. Oktober - 9.30 Uhr K l e i n e P l a n e i m H o h e n F l ä m i n g Wanderung entlang des Plane-Baches bei Niemegk. Zu Füßen der Burg Rabenstein entspringt dies Flüsschen, das nach 60 Kilometern in die Havel bei Brandenburg mündet. Der Weg der jungen Plane als Waldbach ist reizvoll und das vor allem zur Laubfärbung im schönen Herbst. In der Nachbarschaft des alten Flamendorfes Rädigke laden Findlinge am Weg zum Verweilen ein. Feldsteinkirchen aus der Romanik erfreuen das Herz und trotz schönster Einsamkeit bietet die Gegend ein Naturpark-Haus und einen Gasthof der Sonderklasse mit dem „Landhaus Alte Schmiede“ in Lünsdorf, wo unser Kurs endet. Ein Hoch auf die Regio-Busgesellschaft, deren Burgenlinie das Rück grat des Ausflugs ist. <>DB9.34 (zustieg Zoo 9.20)<>bitte anmelden<>8km mit Pause<>Einkehr<>18Uhr<>30€ Treff: Bf. Berlin-Wannsee am Gl. 5 RE 7 Dessau 31. Oktober – 2. November D a s R e i c h d e r H e n n e b e r g e r Bahn- & Busreise nach Süd-Thüringen in den Landkreis Hildburghausen. Hier an den Flüssen Werra und Schleuse, umschlossen von Rennsteighöhe, Schiefergebirge und Frankenwald lag im Mittelalter das Zentrum der mächtigen Grafen von Henneberg. Burgen, Kleinstädte und Klöster aus ihrer Zeit haben sich erhalten und bilden zusammen mit der vielgestaltigen Landschaft ein tolles Reiseziel, das gerade durch seine heute abseitige Lage wertvoll ist. Weder finstere Tannenwälder, noch steile Höhen zeichnen es aus: Wir entdecken eine sonnig-offene Kulturlandschaft mit Wiesen, Basaltkuppen, uralten Dörfern und schmucken Städtchen. Auf dem Programm stehen in diesem bis heute fränkisch geprägten Raum neben den größeren Städten Schleusingen, Hildburghausen, Meiningen auch der Ort Römhild mit Schloss Glücksburg, der Höhenzug der „Gleichberge“ in buntem Laub und Themar an der Werra mit seinem berühmten Amtshaus und der Fronfeste. Unterwegs im Werratal lockt ein Besuch im Veßra, dem einstigen Hauskloster der Grafen, das heute mit einem reizenden Museumsdorf geschmückt ist. Der Abstecher nach Meiningen bringt uns auch in das Schiller-Museum-Bauerbach und auf die Burg der Herren von Bibra, einst Vasallen der Henneberger. Bei Interesse sende ich gern eine nähere Reisebeschreibung, aber bitte nicht vor Mitte September, da noch ein Recherche aussteht. Achtung, Anfang November ist meist Schönwetter! Fällt aus! Plätze frei

  • Aktuell | uwe-scheddin

    Aktuell Die Berlin-Wanderung am 13. Oktober "Kiez und Knete" muss wegen Terminüberschneidung leider verschoben werden! Der nächste dann: Bahnausflug nach Senftenberg Donnerstag, 15. Oktober. Falls Sie Senftenberg, seine Altstadt mit Schlosspark und Schlossmuseum, die Gartenstadt "Marga" und die Senftenberger Seenplatte noch nicht kennen: Es lohnt sich! Plätze frei... Bitte entnehmen sie die Termine unter "Oktober 2026"

  • HARZREISE Theo in Thale 2016 | uwe-scheddin

    September 2026 November 26 Organisation Oktober 2026 Aktuell August 26 Juni 26 Programm März - Mai 2026 Bisschen Bio Kontakt Siehdichum antik Impressum & Datenschutz Buckow, Brecht und Lebenblümchen Recherche Flugfeldumfeld Berlin ist ja so groß, so groß Aprilreise an die polnische Ostsee Ein Frühlingsausflug in Orgellandschaft Nuthe, Nieplitz, Pfefferfließ Himmel und Hölle JS Bach in Köthen Führung ohne Führer in Schö... Museum Barberin in Potsdam Bericht Herbst Masuren 2018 Bericht Reise Posen und Warthebogen Bericht Masurenreise Gute Adresse: Bergbaumuseum Rüdersdorf Bericht von den Gärten von Ihlow Kontakt Panke und Pankow Bericht Wanderung Christur als Apotheker Oder-Delta Bericht Dorfkirchenorgeln Treuenbrietzen Bericht Spreewald im Winter Bericht Advent in Gotha Bericht Wanderung mit den Kranichen Bericht Süße Werkstatt Bericht Luthers Lánd Bericht Reise "Stettin und das Haff" Kamele in Brandenburg Bericht Aquaponic Farm Havel-Bus April 2017 Bustour Berlin "Reicher Südwesten" Kreuz des Ostens mit Funkhaus Campus Griebnitzsee Salz der Saale Potsdams Wilder Westen Baum der Erkenntnis Taufengel über der Zauche RIGA 2016 Wanderung nach Rüdersdorf Sommer 2016 Himmel über MARZAHN Theater am Rand - Oderbruch Heidekrautwandern Saarmund 2016 HARZREISE Theo in Thale 2016 Mutters Garten Blog Suchergebnisse Mehr Nachtrag zur Harzreise "Theo in Thale" im August 2016 Ein guter Start nach der Sommerpause - die kleine Reise in den Harz… für mich jedenfalls. Die Gruppe – nicht zu klein und nicht zu groß – war durch des Zufalls Macht gut zusammengewürfelt worden – obgleich freilich, wie so oft, mehr Vertreter der Herrenwelt wünschenswert gewesen wären. Den Titel der Reise hat schließlich ein Herr zu verantworten und in seinem Roman „Cecile“, der in Thale und der Umgebung spielt, haben Männer tragende Rollen. Zugegeben, einer interessanten jungen Frau gab Theodor Fontane die Hauptrolle, wie in all seinen großen Geschichten. Ich habe während der Fahrt nur den Anfang zitiert – in der Hoffnung, die Teilnehmer bekommen Lust, hinterher einmal in das Buch hineinzuschauen. Immerhin waren wir an drei „Drehorten“ unseres großen Berliner Dichters während dieses Ausfluges. Und nicht etwa, um den Roman nachzuempfinden – sondern weil diese Orte weiterhin aktuell sind. Viel, sehr viel hat sich verändert, aber das Städtchen Thale ist ein Fremdenverkehrsort geblieben und unverändert ist zweitens das Tor zum Harz die „Rosstrappe“ und thront als anbetungswürdiger Felsen am Anfang des wilden Teils des Tals der Bode. Kommt der Wanderer durch dieses hindurch, landet er drittens wie in Fontanes fast eineinhalb Jahrhunderte zurückliegenden Zeiten hinter jener Wildnis in den stillen Dörfern einer schön bewegten Mittelgebirgslandschaft. Am Sonnabend landeten wir also nach 3 Stunden unterhaltsamer Zugfahrt in Thale. Im Gegensatz zu Fontane Ankunft stürzten sich aber nicht auf uns die Gepäckträgerschar. Dafür waren von den 9 Schließfächern 5 kaputt. Und nur ein Kutscher, ein Taxifahrer, rettete die Situation, weil er unsere Sachen ins Hotel fuhr. Unbelastet und bei gutem Wetter konnten wir so auf die Rosstrappe wandern und die Aussicht genießen und dabei auch die weltbekannte Sage von der Prinzessin Brunhilde hören. Ihr Riesenpferd hat einen Abdruck auf dem Felsen hinterlassen als die Prinzessin ihm die Sporen so heftig gab, dass es über das ganze Bodetal sprang und so dem lüsternen Verfolger, dem Riesen Bodo, entkam. Ich stelle mir die Damen als einen ganz schönen Dragoner vor… vielleicht ein bisschen verwandt mit unserer Kellnerin des Restaurants „Zur Rosstrappe“ oder ihrer Kollegin von der „Eisvilla“ am Stadtpark. Hinunter vom Felsen ging es dann mit dem Sessellift und gleich darauf mit der Bahn nach Quedlinburg, wo die Kraft noch für einen kleinen Stadtspaziergang reichte. Durch diese Stadt kann man wohl zu jeder Zeit und in jeder Stimmung gut spazieren… ob mit oder ohne Führung oder Ziel. Das romantische Fachwerk tut der Seele gut und die vielen Touristen sorgen für ein weltoffenes Flair eher als sie stören. Es mildert angenehm das Kleinstädtische so einer Harzstadt, wirkt wie der Schuss Sekt in der rosa Erdbeerbowle. Abendessen gab es im Hotel Zur Goldenen Sonne, wo wir auch übernachteten. Wir saßen lange und gemütlich im überdachten Hof dieses ehemaligen Stadtbauerngehöfts und genossen den besonderen Ort. Am nächsten Tag ging es zur großen Wanderung noch einmal nach Thale, wo wir allerdings zuvor einen Sonntags-Morgenbesuch auf dem Hexentanzplatz machen. Mit dem Kabinenlift ist das eine luftige und lustige Sache! Herrlich hoch schwebt man und frau wahrlich hexenhaft auf das Felsplateau. Wo einst die Hexen tanzten, tanzt nun allerdings der Bär. Was auch immer sich auf Hexen reimt, wurde für uns Besucher hier auf den Berg gepappt. Platz genug gab es, denn es war ein riesiger Tanz – der Sammelplatz der wilden Schar, bevor es auf den Brocken ging. Den Brocken allerdings sieht man wie in Fontanes Zeiten noch immer gut am Horizont. Unverbaut ist auch der unvergleichliche Blick von hier auf die Rosstrappe und ins Bodetal. Das allein ist die Reise wert. Unser Höhepunkt sollte jedoch erst kommen: Die Wanderung durch das Tal 9 km auf dem Hexensteig ins Dorf Treseburg. Die Wegequalität ist sehr unterschiedlich und es gibt dabei auch einen ca. 1km langen Serpentinenaufstieg, denn nicht immer haben die Wanderwegefinder es leicht gehabt - zwei drei Mal schwingt sich der Pfad doch recht hoch über den Fluss, den er aber nie bis zur Brücke in T r e s e b u r g verlässt. Sicher einer der schönste Wege Deutschlands! Leider haben auch hier die Hexen ganz nett mitgemischt, so dass das Regenwasser der Jahrzehnte ausgerechnet immer diesen Steig für Wanderer auf seinem Weg am Felshang zur Bode gewählt hat und natürlich Stein für Stein abwärts trug, so dass stellenweise das Wandern zum Kraxeln wurde. An einigen Stellen haben die Behörden deswegen Geländer angebracht, aus glänzendem Chromstahl – sehr „passend“ im wilden Bodetal. Eine Erneuerung des Wegeuntergrundes eines unsrer wichtigsten und schönsten Wanderwege wäre sinnvoller. Die Hälfte von uns wählte deshalb auch den geordneten Rückzug und genoss noch einmal- nun andersherum den Weg und machte Halt am Gasthaus „Königsruhe“ – wo man sich wirklich wie ein König fühlt, so herrlich ist es gelegen zwischen Hexentanzplatz und Rosstrappe über der murmelnden Bode. Wir anderen besuchten zum Abschluss (mit dem Taxi aus Thale, das ich beim Austritt aus dem Bodetal-Netzloch gerufen hatte) im Nachbardorf A l t e n b r a k das Café „Theodor Fontane“. Tolle Aussicht und guter Kuchen erwarteten uns. Wer allerdings hier in Fontanes Cecilie-Landschaft eine passend zartbesaitete Cafékellnerin erwartet, sollte sich doch besser an Bodos Brunhilde erinnern. Mit Taxi und Zug ging es anschließend im gutbesuchten HEX zurück nach Magdeburg und nach kurzem Umstieg in den RE der Bundesbahn pünktlich bis Berlin Quedlinburg, Neustadt, nahe unseres Hotels Eiszeitliche Kolke der Bode Hexentanz "Königsruhe" Blick vom Hexentanzplatz ins Bodetal Gondeln über der Bode Auf der Rosstrappe Die Rosstrapse ist gefüllt Gaststätte "Zur Rosstrappe" Mehr anzeigen

  • Kamele in Brandenburg | uwe-scheddin

    September 2026 November 26 Organisation Oktober 2026 Aktuell August 26 Juni 26 Programm März - Mai 2026 Bisschen Bio Kontakt Siehdichum antik Impressum & Datenschutz Buckow, Brecht und Lebenblümchen Recherche Flugfeldumfeld Berlin ist ja so groß, so groß Aprilreise an die polnische Ostsee Ein Frühlingsausflug in Orgellandschaft Nuthe, Nieplitz, Pfefferfließ Himmel und Hölle JS Bach in Köthen Führung ohne Führer in Schö... Museum Barberin in Potsdam Bericht Herbst Masuren 2018 Bericht Reise Posen und Warthebogen Bericht Masurenreise Gute Adresse: Bergbaumuseum Rüdersdorf Bericht von den Gärten von Ihlow Kontakt Panke und Pankow Bericht Wanderung Christur als Apotheker Oder-Delta Bericht Dorfkirchenorgeln Treuenbrietzen Bericht Spreewald im Winter Bericht Advent in Gotha Bericht Wanderung mit den Kranichen Bericht Süße Werkstatt Bericht Luthers Lánd Bericht Reise "Stettin und das Haff" Kamele in Brandenburg Bericht Aquaponic Farm Havel-Bus April 2017 Bustour Berlin "Reicher Südwesten" Kreuz des Ostens mit Funkhaus Campus Griebnitzsee Salz der Saale Potsdams Wilder Westen Baum der Erkenntnis Taufengel über der Zauche RIGA 2016 Wanderung nach Rüdersdorf Sommer 2016 Himmel über MARZAHN Theater am Rand - Oderbruch Heidekrautwandern Saarmund 2016 HARZREISE Theo in Thale 2016 Mutters Garten Blog Suchergebnisse Mehr Kamele und Kirschen in Deetz Bericht „Kamele in Brandenburg“ 27. Juli 2017 Eine der schönsten Ausflüge in diesem Jahr war sicher diese Tour an die Havel. Die Chemie der Gruppe, das Wetter, die Kombination der Attraktionen und die geglückte Dramaturgie mögen die Ursachen gewesen sein. Eigentlich will man so etwas nicht wiederholen… dennoch: sollte es nicht gerade deshalb wiederholt werden? Der Kurs und das Rezept waren denkbar einfach. Fahrt mit dem öffentlichen Bahnverkehr 2 Stationen über den Berliner C-Bereich hinaus. Kleine Wanderung mit „Kletterei“ in die Götzer Berge und auf den wunderbar wieder auferstandener Aussichtsturm. Entspannter Abstieg und Durchquerung der „Amazonaslandschaft“ der Deetzer Erdelöcher (das sind alte Tongruben, man läuft auf den Wegen die einst für die Transport-Loren waren). Da es viele Mücken gab, waren wir schneller als gedacht an der Gaststätte „Havelstübchen“. Dort keine Mücken und neue Bewirtschaftung! Auch sicher eine Ursache für den gelungenen Tag. Die junge Chefin Julia selbst bediente uns. Freundlich, witzig, professionell. Auch das Essen gut und vor allem originell, nicht die Brandenburger Durchschnittsküche. Nicht mehr weit war es dann bis Deetz, der Weg über eine der letzten Obstalleen. Deetz ist bekanntlich ein hübsches Dorf mit einigen Attraktionen. Die letzte am Ortsausgang habe wir gründlich genossen: Die Erlebnisfarm von Ulrike Winter und ihrem Mann. Auf dem Obstbau-Grundstück der Eltern der Deetzerin siedelten sie Alpaka-Kamele an. Gedacht wohl, um die wertvolle Wolle zu ernten… bis das Konzept mehr in Richtung Öffentlichkeitsarbeit ging. Ulrike Winter arbeitet nämlich nicht nur mit den Tieren, sie nimmt Menschen mit auf den Hof und teilt mit ihnen ihr Tiererleben. Das sind solche wie wir, Berliner auf der Suche nach Entspannung oder Begegnung oder Abenteuer. Vor allem aber sind es wohl Kinder, die sie auf diese Weise betreut und Menschen mit Behinderungen und jene, die ohne Hoffnung auf Heilung sind, kommen zu ihr auf die Farm. Ich habe mich sehr wohl gefühlt – in ihrer Gegenwart, und in der der schönen Tiere. Nur 10 Minuten sind es von dort mit dem Linienbus zur gut frequentierten Haltestelle der Bahn „Groß Kreuz“. In einer halben Stunde ist man in Wannsee…. P1000177 Obstalleen in Havelgebiet - einige gibt es noch... P1000168 Der attraktive Aussichtsturm in den Götzer Berger folgt der Form der einstigen Trigonometrischen Türme. P1000136 Die Deetzer Löcher sind zur originellen Naturlandschaft geworden. P1000186 Der Blick vom Götzer Turm ist einmalig. P1000200 Das Havelstübchen und seine Terrasse. Zufriedene Kunden... P1000123 Die Deetzer Kirche ist kein Allerweltsbauwerk. Das haben auch die Störche so entschieden. P1000224 Erlebnisfarm - entspannt am Tisch erzählt Ulrike Winter beim Möhrenschneiden von ihrem Leben und der Idee zur Farm. P1000266 Mensch und Tier vereint. P1000286

  • Programm März - Mai 2026 | uwe-scheddin

    Herzlich willkommen zum „Ersten Frühlingsprogramm 2026“! März Sonntag, 15. März – 11 Uhr Z i n n o b e r i n d e r S t a d t Führung von der Spree zum Hallischen Tor anlässlich E.T.A. Hoffmanns 250. Geburtstags. Der Kurs durch die geschichtsträchtige Friedrichstadt führt über Unter den Linden und den Gendarmenmarkt zum einstigen Kammergericht. – Lebensadressen des Genies, aber auch Adressen berühmter Kollegen der Romantik sind am Wege, dazu Orte und Gestalten aus Märchen und Geschichten Hoffmanns in Berlin! Inklusive ist der Besuch der bibliophilen Hoffmann-Ausstellung in der Staatsbibliothek und ein Kapitel aus „Klein Zaches – genannt Zinnober“ - vorgestellt in der Mendelssohn-Remise. <>bitte anmelden<>2,5km, verteilt<>Einkehr möglich<>14Uhr<>25€ inkl. Eintritte Treff: S-Bhf. Hackescher Markt am Irish-Pub Freitag, 20. März - 9 Uhr W o d e r P f e f f e r f l i e ß t Wanderung mit einem P i c k n i c k zum diesjährigen Frühlingsanfang! Dieser abwechslungsreiche, erprobte und leichte Kurs durch das Zentrum des Nuthe-Nieplitz-Naturparks stellt Ihnen das Pfefferfließ mit seinen Feuchtgebieten und Seen vor. Kraniche, Enten und Gänse, Singvögel, wilde Schweine und ein Elch sind hier zu Hause – wo wir zu Gast sind. Gaststätten gibt es keine, aber eine warme Suppe mit Butterstulle und ersten Gartenkräutern. Ein Lob auf den Nahverkehr, der mit dem „Kranich-Express“ eine Anfahrt nach Stangenhagen von Trebbin möglich macht! <>Bahn 9:17<>bitte anmelden<>5+2km<>Wald- und Wiesenwege<>16Uhr<>40€ inkl. Picknick Treff: Bhf. Berlin-Südkreuz am Gleis 4 für RE4 Richtung Falkenberg/Elster Montag, 23. März – 8:30 Uhr A n d e r S a a l e h o h e n O r g e l n Busausflug mit Kantor Kuntz an die schöne Saale und in das romantische alte Bernburg. Die Fortsetzung unserer ersten Tour im November letzten Jahres in Anhalt-Köthen! Wieder ein Premiere wird dieser Kurs noch verstärkt die besonderen Orgelwerkstätten Anhalts und Sachsens erlebbar und hörbar machen. Im uralten Bernburg sind es allein drei bedeutende Instrumente – in der Schlosskirche, der Nikolai- und der Marienkirche! Die Wege hier zwischen den Orgeln sind am schönsten zu Fuß, so dass sich mithin eine Mini-Stadtführung auf dem Schlossberg und der in Talstadt ergibt. Auch zwei imposante kleine „Königinnen“ der Dörfer sind wieder auf dem Programm – die Zuberbier-Orgel in der romanischen Kirche von Cörmigk und eine Pfannenberg-Orgel in Görzig. Für die 5 Teilkonzerte in den Kirchen gibt es einen erläuternden Programmzettel im Bus (auf Wunsch auch im Voraus). Einkehr mit regionaler Anhaltischer Küche nahe an der Saalebrücke im Restaurant „Alter Markt“. <>Bitte anmelden<>1km, kein Muss<>19Uhr<>60€ + 5€ Kirchenspende Treff: Bhf. Berlin-Wannsee vor Ausgang (Kronprinzessinnenweg) Freitag, 27. März – 10 Uhr B e e l i t z h e i l t S t ä t t e n Führung im Beelitzer Stadtteil Heilstätten. Das einst prachtvolle „Arbeiter-Sanatorium“ war durch die Jahrzehnte der Nicht-Nutzung nach der Wende zum weltbekannten „lost place“ geworden. Aufgeteilt zwischen Investoren hat sich der Ort erst unlängst aufgerappelt zu etwas Neuem und durchaus wieder Imposanten. Wir besuchen die durch Stadt Beelitz völlig neu errichteten Wohn- und Einkaufstätten im einstigen Wirtschafts- und Versorgungsviertel des Sanatoriums. Zwischen dem 125 Jahre alten Komplex aus Dampfmaschinen, Tiefbrunnen, Wasserturm, Wärmekraftwerk und Männerbad entstand ein neues Städtchen – mitten im Kiefernwald und direkt an der Bahnstation des RE7. Nach einer möglichen Einkehr können Sie individuell den benachbarten Baumkronen- und Zeitreisepfad oder den Barfuß-Parkur besuchen und nutzen. <>Bahn10:06<>bitte anmelden<>2km<>15Uhr<>20€ + Eintritt Heizkraftwerk-Museum Treff: Bhf. Berlin-Wannsee, Fernbahnsteig RE 7 (Zustieg vorher möglich) Donnerstag, 2. April – 10 Uhr K i e z & K a n ä l e Kiez-Wanderung durch Moabit. Eingeschlossen vom Wasser der Spree und ihrer Kanäle hatte dieser 350 Jahre alte Stadtteil Berlins eine sonderbare Geschichte. Anfangs waren nur Gärten – die der Flüchtlinge aus dem Westen, aus Frankreich. Dann kamen die Gastronomen und die Ausflügler, nach ihnen der „Eisenbahnkönig“ und das Proletariat. Mit den großen Kriegen rauchten die Schlote der Rüstung, dann die Ruinen. Wieder kam eine Flüchtlingswelle über die Moabiter Kieze – diesmal aus Süd und Ost. So wurde diese karge Insel wirklich bunt! Welche Unterschiede spüren wir heute zwischen Westhafen und Stephankiez, zwischen Birkenstraße und Spreebogen! Deportation und Turbinenhalle, Trostfrauen und Kriminalgericht, Künstler, Kirchen, Knast vereint. Haushofer, Kurt Tucholsky, Borsig, Bolle, Makatsch, Kanzler Merz auf einer Linie … (beim Wandern). <>bitte anmelden<>4km<>Einkehr Arminiushalle<>14Uhr<>25€ inklusive Eintritte. Treff: S/U-Bahn Westhafen Ausgang auf der Putlitzbrücke Ostermontag, 6. April – 14 Uhr K i e w i t t – K ü s s e l – K a i s e r b l i c k Geführte Wanderung an der Havel durch Potsdams südliche Vororte, die sich durch einmalige Aussichten, große Gärten und schmucke Villen hervortun. „Als Garten- und Parkstadt hat P. den ersten Platz unter allen Städten Deutschlands!“ – zitiert aus dem Reichshandbuch der Fremdenverkehrsorte vor 100 Jahren. Auf den Spuren dieser Begeisterung wandern wir auf den markanten Brauhausberg und über die nicht weniger einzigartige Havelinsel Hermannswerder durch die Templiner Vorstadt mit schicken Häusern am Küssel und - nach einer Fährfahrt - durch die Brandenburger Vorstadt mit der einstigen Gartenlandschaft des Havelufers auf dem Kiewitt. <>bitte anmelden<>5km<>Einkehr „Inselhotel“<>18Uhr<>25€ Treff: Im Hbf. Potsdam am Buchshop „P&B“

  • Programm Mai 25 | uwe-scheddin

    Programm Mai 25 Montag, 5. Mai - 9 Uhr T a u f e n g e l a m O d e r t a l Busausflug in den schönen und geschichtsträchtigen Oder-Spree-Kreis zu den letzten Dorfkirche mit einem Taufengel. Unser Kurs ist eine Premiere und ganz östlich! Wir besuchen dafür das einstige Ordensdorf Lietzen, das Finkensteinsche Wilmersdorf, das Ökodorf Wulkow, das einst dem Bischof von Lebus gehörende Kliestow und das schon zu Beeskow und zur Niederlausitz zählende Krügersdorf und Grunow. Wieder gibt es eine originelle Einkehr und eine Tour mit einem Hummel-Bus (Achtung rechtzeitig anmelden, nur 20 Plätze). Beitrag 55 € Treff: Vor dem Bahnhof Südkreuz Sonnabend, 10. Mai - 10.15 Uhr R e s i d e n z Z i e s a r Bahnausflug in die alte Residenz des Bischofs von Brandenburg an der Havel. Neben einem Stadtgang in diesem reizenden Städtchen am Fiener Bruch besichtigen wir natürlich die wohlerhaltene Burg des Bischofs mit der Schlosskapelle. Auch die romanische Stadtkirche ist von Interesse und die Dorfkirche in Wusterwitz mit dem stattlichen Grabstein des Ritters von Britzke. Beitrag 30 € Treff. Bahnhof Berlin-Wannsee auf dem Bahnsteig des RE nach Magdeburg Mittwoch,14. bis Sonnabend 17. Mai B a u e r n k r i e g u n d B a r b a r o s s a Busreise in das geschichtsträchtige Nord-Thüringen. Vor 500 Jahren ging am 15. Mai die erste Revolution der Neuzeit mit der Schlacht des Thomas Müntzer tragisch zu Ende – in Frankenhausen. Die Sage hat allerdings nicht dem Bauernheer, sondern dem legendären Kaiser Barbarossa die Rettung Deutschlands zugewiesen – doch dieser schläft bis heut tief im Kyffhäuser. Unser Programm führt vom Schloss Allstedt, wo Müntzer die legendäre „Fürstenpredigt“hielt nach Frankenhausen und der Gefängsnisfestung Heldrungen, weiter zur Barbarossa-Höhle und zum Kyffhäuser. Auch Sondershausen, Bad Langensalza und Mühlhausen sind auf Kurs! Beitrag 480 €. Noch sind einige wenige Plätze frei. Auf Wunsch sende ich die Reisedetails unverbindlich. Freitag, 23. Mai - 10.15 Uhr M ä r c h e n i n M u t t e r s G a r t e n Kleine Wanderung am 105. Geburtstag meiner Frau Mama für eine Einkehr in ihrem/meinem Garten mit Kräuterführung, Spargelessen und Kaffee & Kuchen. Mit dabei einige besondere, vergessene und schöne Märchen. Beitrag inklusive Mittag und Kaffee 45€ Treff: Hbf. Potsdam am Buchladen "P & B" Donnerstag, 29. Mai - 11 Uhr J u d e n , M o s l e m s , K a t h o l i k e n Führung zur Glaubensvielfalt und dem individuellen Gemeindeleben in der Landeshauptstadt Potsdam. Seit den Zeiten des Großen Kurfürsten wurde in Brandenburg und besonders in Potsdam in Glaubensfrage Toleranz erstrebt. Wie sieht es heute aus? Wir besuchen das Synagogenzentrum, eine Mosche, die Katholische Kirche und liften uns auf den nachgebauten Turm der Kirche der Garnison. Alle Achtung, für die Synagoge, benötigen wir eine Liste der Teilnehmer mit Name, Adresse und Geburtsdatum. Beitrag mit Spende und Eintritt 35 € Treff: Hauptbahnhof Potsdam, Ausgang Babelsberger Straße Freitag, 30. Mai - 14 Uhr K i r c h h o f z u m V e r l a u f e n u n d V e r l i e b e n Führung über den Berliner Synodalfriedhof in Stahnsdorf. Es ist die schönste Zeit dafür, denn es blühen die Rhododendronbüsche und -bäume! Dieser wunderbare Park- und Waldfriedhof, angelegt für diverse Berliner evangelische Gemeinden vor über 100 Jahren, birgt viele Überraschungen in seiner Architektur aber auch bezüglich der Prominenz, die hier die letzte Ruhe einst gesucht und gefunden hat. Beitrag 20€ Treff: S-Bahnhof Berlin-Mexikoplatz

  • Bericht Advent in Gotha | uwe-scheddin

    September 2026 November 26 Organisation Oktober 2026 Aktuell August 26 Juni 26 Programm März - Mai 2026 Bisschen Bio Kontakt Siehdichum antik Impressum & Datenschutz Buckow, Brecht und Lebenblümchen Recherche Flugfeldumfeld Berlin ist ja so groß, so groß Aprilreise an die polnische Ostsee Ein Frühlingsausflug in Orgellandschaft Nuthe, Nieplitz, Pfefferfließ Himmel und Hölle JS Bach in Köthen Führung ohne Führer in Schö... Museum Barberin in Potsdam Bericht Herbst Masuren 2018 Bericht Reise Posen und Warthebogen Bericht Masurenreise Gute Adresse: Bergbaumuseum Rüdersdorf Bericht von den Gärten von Ihlow Kontakt Panke und Pankow Bericht Wanderung Christur als Apotheker Oder-Delta Bericht Dorfkirchenorgeln Treuenbrietzen Bericht Spreewald im Winter Bericht Advent in Gotha Bericht Wanderung mit den Kranichen Bericht Süße Werkstatt Bericht Luthers Lánd Bericht Reise "Stettin und das Haff" Kamele in Brandenburg Bericht Aquaponic Farm Havel-Bus April 2017 Bustour Berlin "Reicher Südwesten" Kreuz des Ostens mit Funkhaus Campus Griebnitzsee Salz der Saale Potsdams Wilder Westen Baum der Erkenntnis Taufengel über der Zauche RIGA 2016 Wanderung nach Rüdersdorf Sommer 2016 Himmel über MARZAHN Theater am Rand - Oderbruch Heidekrautwandern Saarmund 2016 HARZREISE Theo in Thale 2016 Mutters Garten Blog Suchergebnisse Mehr Bericht vom "Advent in Gotha" 1. bis 3. Dezember 2017 zusammen mit ein paar Bildern möchte ich einen kleinen Eindruck von unserer gelungenen Reise nach Thüringen vermitteln. Lange war ich nicht dort und habe nun wieder richtig Lust auf mehr bekommen! Die ThüringerInnen schienen mir immer noch sehr gastfreundlich und aufgeschlossen - zusätzlich waren die Städte und Dörfer noch besser in Schuss. Auffällt auch, die hier wohl jeder etwas mehr Geschmack als in Brandenburg oder Berlin hat....jedenfalls bezüglich der Gestaltung der Häuser und Grundstücke herrscht durchschnittlich ein höheres Niveau. Gleichzeitig tat der einsetzende Winter sein Gutes: Wann ist der Thüringer Wald schöner als bei frischem Schneefall - wir hatten das Glück. Allerdings mussten wir auch ein wenig mit Frieren "bezahlen" - vor allem in der Altstadt von Eisenach war man froh, möglichst oft Gast in einem warmen Haus zu sein. Schön war auch die Fahrt auf der neuen ICE-Strecke - in nur zwei Stunden in Erfuhrt! Erfurt zeigte sich von seiner besten Seite, wie ich es gewünscht hatte.... Wunderschön die natürliche Kulisse des Christmarktes und die gesamte Altstadt in einem Top-Zustand. Das will etwas heißen, beim größten Flächendenkmal der neuen Länder.... Zufrieden war ich auch mit der Sanierung der Umgebung der Krämerbrücke, hier gibt es ja nun unterirdisch eine neu entdeckte Mikwe und unweit die als Museum hergerichtete Ruine der ältesten Synagoge der Welt. Sensationell hier auch der bei diesen Umbauarbeiten im Boden gefundene Goldschatz. Auch unserer Gastwirt für das Mittagessen war eine gute Entscheidung (die Gaststätte in der Sackpfeifenmühle) an der Werra. Der zweite Tag galt Gotha, wo wir im Garnihotel "Zur alten Druckerei" auch unser Standquartier hatten. Am frühen Morgen liefen wir durch die Gothaer Altstadt zur ersten Führung im Schloss „Friedenstein“. Auch Gotha ist voller Superlative. Allerdings ist die Altstadt weder von ihrer Substanz noch von ihrem Sanierungszustand mit Erfurt auch nur annähernd zu vergleichen. Ganz offensichtlich wurde Erfurt schon lange Zeit „vorgezogen“… aber auch Gotha hat vor allem am Rathaus ein schönes Zentrum, das in einem sehr originellen breiten Marktstreifen bis hinauf zur Residenz der einstigen Gothaer Herzöge führt. Hier hatten wir die erste Führung des Tages und ich war froh, dass wir eine gute und charismatische Gothaerin hatten, die uns vergnügt und Vergnügen bereitend durch die Schlossmuseen führte. Natürlich endete dies wie immer im Schlosstheater, dem ältesten original erhaltenen Theater der Welt! Warum ist das eigentlich kein Weltkulturerbe? Das Theater erfüllt alle Bedingungen – denn es ist nicht nur eine prominente Hülle, hier spielte auch eines der ersten Theater Deutschlands mit einem festangestellten Berufsensemble – geleitet von Conrad Ekhof, der junge Iffland verdiente sich hier seine ersten Sporen. Und umgeben ist dieses Theater im Eckturm des Schlosses mit Sammlungen von Weltruhm. Unlängst sind zwei Bücher aus der bedeutenden Gothaer Forschungsbibliothek immerhin als Welt-Dokumentenerbe anerkannt worden. Für mich gibt es in Gotha zusätzlich zu dem reichen barocken Erbe auch ein Science-Fiction-Erbe – und auch hier ist es ein „Schwergewicht“, was die Stadt aufweist, hat doch hier sein Leben lang der Physiker und Studienrat Kurd Laßwitz gelebt und geschrieben. Was er in den 80er und 90er Jahren des 19. Jahrhunderts (!) hinterließ, gehört zu dem Besten, was das Genre je hervorgebracht hat („Auf zwei Planeten“ oder „Auf der Seifenblase – Moderne Märchen“). Der Nachmittag gehörte Arnstadt und der Landschaft der drei Gleichen, die wir mit zwei Großraumtaxis durchfuhren. Nicht ohne wenigstens einer der gar nicht gleichen Burgen einen Besuch abzustatten – der als Hotel und Gasthaus geführten Wachsenburg. Danach erlebten wir in Arnstadt einige Stunden des „Bachadvents 2017“ – ein jährlich wiederkehrendes Highlight in Thüringen, an dem in der ganzen Altstadt „gebacht“ und gebechert wird. Kein Weihnachtsmarkt, sondern eine lebenslustige Feier auf Plätzen, in der Bachkirche und in manchen der alten Höfe der Stadt zu Ehren des jungen Johann Sebastian Bach, der hier seine erste Anstellung hatte und von den altehrwürdigen Stadt- und Kirchenvätern als ein Flegel beschimpft wurde. Bach rächte sich u.a. mit der Kaffee-Kantate, deren Aufführung wir im Festsaal des Neuen Palais lauschen konnten. Unverständlich mir nur, warum nicht parallel auch die kunstgeschichtlich wertvolle Liebfrauenkirche, die nicht als erste Bachkirche gilt, geöffnet hatte. Der Sonntag dann bescherte wie schon angedeutet eine Schneepartie durch den Thüringer Wald! Es begann zu schneien und zu schneien – und als wir den Rennsteig am Inselsberg querten, waren es schon einige Zentimeter. Unser Busfahrer – mit 46jähriger Berufserfahrung – hat das souverän gemeistert. Man sah und spürte, dass es ihm selbst Freude bereitete, uns durch seine Heimat zu fahren (er stammt aus Tabarz)! Als erste Station hatte ich Schnepfenthal bestimmt. Ein Ortsteil von Waltershausen, wo vor bald 250 Jahren nach Rousseaus Anregung bedeutende Schul-Experimente starteten. Leider konnten wir zwar auf das Gelände, aber nicht in das Museum, dass eigentlich auf Anfrage geöffnet wird und in einer kleinen Führung kann man auch den Bet- und Feiersaal des Hauptgebäudes aus dem späten 18. Jahrhundert besuchen. Aber mir wurde auch meine Ersuchen nicht geantwortet…. Im benachbarten Rheinhardsbrunn gibt es schon seit langem keinen Eintritt. Das einst wichtigste Kloster Thüringens – schon im 19. Jahrhundert umgebaut zu einem Sommerschloss und dann zu einem sehr gegehrten Hotel – ist durch Rechtsstreitigkeiten geschlossen, gesperrt und verfällt. Über Friedrichroda und Brotterode ging es dann durch den weißen Winterwald ins Werratal – wo wir auf der Fahrt nach Eisenach noch Möhra, den „Luther-Stammort“ besuchten. Dankenswerterweise war uns die Kirche aufgeschlossen worden. Diese steht malerisch auf einem Hügel, umgeben von Fachwerkhäusern und bewacht von einem gestrengen Herrn Luther auf einem hohen Sockel. Hier lebten die Vorfahren jahrhundertelang als freie Bauern. Der Reformator selbst wurde – Zufall – keine 15 km von hier im Mai 1521 im Wald gefangen genommen und auf die Wartburg verfrachtet, wo er als „Junker Jörg“ eines der legendärsten Werke der Weltgeschichte vollbrachte. Darüber konnten wir dann im Lutherhaus im schönen und ebenfalls verschneiten Eisenach einiges erfahren, denn die neue museale Ausstellung befasst sich aufschlussreich und anschaulich knapp mit Luther Bibelübersetzung und der Bedeutung nicht nur für den Glauben, sondern für unsere Sprache und Kultur. Einige von uns, nicht alle, hatte an diesem Nachmittag, an dem wir verspätet durch die vorsichtige Fahrt im Thüringer Wald ankamen, auch Gelegenheit auf die Wartburg zu fahren, wo man die wichtigsten Räume besichtigen konnte und auch den "Historischen Weihnachtsmarkt" in den Wartburghöfen erleben konnte. Sehr schön auch unsere stärkende Einkehr in der Gaststätte des Hotels "Thüringer Hof" am Nikolai-Tor in Eisenachs Altstadt. Hier stimmte alles: Qualität und Service und Stimmung. Bei der Rückfahrt – natürlich – gab es durch den Schnee Verspätung, denn unser ICE aus Frankfurt konnte nicht das volle Tempo ausfahren….leider war auch das Bordrestaurant geschlossen. Aber, was macht das schon, wenn man vollgetankt mit guten Eindrücken unterwegs ist… IMG_6872 Advent im Erfurter Dom - im Hintergrund die einmaligen gotischen Buntfenster.... IMG_6904 An der Werra in Erfurt. Reste der einstigen Bebauung nahe der Krämerbrücke IMG_6890 In der Ausstellung der Alten Synagoge IMG_6885 Flanieren in Richtung Weihnachtsmarkt in Erfurt. IMG_6881 Einkehr in Erfurt in der einstiegen Sackpfeifenmühle. IMG_6877 Grabtafel für den Grafen von Gleichen mit seinen zwei gleichen Ehefrauen - Ursache für einer der berühmtesten Sagen Thüringens. P1010581 Auf dem Gothaer Weihnachtsmarkt steht Deutschlands größter Schwippbogen. P1010573 phantastische Stuckdecke im Gothaer Schloss.... P1010576 Ein berühmter, wenn auch nicht großer Elefant aus der Sammlung der Herzoglichen Schätze - hergestellt einst von Dinglinger....

  • Potsdams Wilder Westen | uwe-scheddin

    September 2026 November 26 Organisation Oktober 2026 Aktuell August 26 Juni 26 Programm März - Mai 2026 Bisschen Bio Kontakt Siehdichum antik Impressum & Datenschutz Buckow, Brecht und Lebenblümchen Recherche Flugfeldumfeld Berlin ist ja so groß, so groß Aprilreise an die polnische Ostsee Ein Frühlingsausflug in Orgellandschaft Nuthe, Nieplitz, Pfefferfließ Himmel und Hölle JS Bach in Köthen Führung ohne Führer in Schö... Museum Barberin in Potsdam Bericht Herbst Masuren 2018 Bericht Reise Posen und Warthebogen Bericht Masurenreise Gute Adresse: Bergbaumuseum Rüdersdorf Bericht von den Gärten von Ihlow Kontakt Panke und Pankow Bericht Wanderung Christur als Apotheker Oder-Delta Bericht Dorfkirchenorgeln Treuenbrietzen Bericht Spreewald im Winter Bericht Advent in Gotha Bericht Wanderung mit den Kranichen Bericht Süße Werkstatt Bericht Luthers Lánd Bericht Reise "Stettin und das Haff" Kamele in Brandenburg Bericht Aquaponic Farm Havel-Bus April 2017 Bustour Berlin "Reicher Südwesten" Kreuz des Ostens mit Funkhaus Campus Griebnitzsee Salz der Saale Potsdams Wilder Westen Baum der Erkenntnis Taufengel über der Zauche RIGA 2016 Wanderung nach Rüdersdorf Sommer 2016 Himmel über MARZAHN Theater am Rand - Oderbruch Heidekrautwandern Saarmund 2016 HARZREISE Theo in Thale 2016 Mutters Garten Blog Suchergebnisse Mehr Bericht über eine geführte Wanderung von der Potsdamer Havel zur Geltower Havel am Sonntag, 16. Oktober 2016 Meine Idee ging auf - eine kleine Wanderung von Potsdam-West an der Havel über den Wildpark in den Ortsteil Wildpark-West von Geltow. Das waren gut 8 km mit kleinen Pausen und ohne Tempo. Interessant ist der der "Schnitt", den man hier durch Potsdam macht. Gleich am Bahnhof Charlottenhof liegt das Havelviertel am Schillerplatz, dass trotz der Bauzeit 30er Jahre recht hübsch und vor allem auch interessant ist, da es typische Potsdamer Baustilelemente vergangener Jahrhunderte verwendet. Auch gibt es auffallend große Grünflächen und im Weiterspazieren genießt der Stadtgänger die Fortschritte nach der Wende, denn der Uferweg geht weiter! Bis zum Grundstückdes militärhistorischen Archivs sind wir geblieben, dann aber in die Stadt und über die Straße "Am Bogen" durch das nächste 20erJAHRe Wohnviertel gelaufen, um an attraktiver Stelle in den waldartigen Wildpark zu kommen. Schnell war er durchquert und während dessen besserte sich das Wetter entscheidend. Am schönen Nordtor empfingen uns die ersten Sonnenstrahlen und wenige Minuten später am Tor der Hennig von Treskow Kaserne eine hübsche junge Frau in der (unförmigen) Uniform der Bundeswehr. Sie gehörte zum Service des Bundeswehrkommandos hier in Geltow-Wildpark-West. Denn im Novmeber 2014 ist im Gelände eine Gedenkstätte für die bei Auslandseinsetzen ums Leben gekommenen Deutschen entstanden. Das wollte ich unbedingt endlich kennenlernen - und es hat sich gelohnt! Nur eine halbe Stunde entfernt begingt die recht schicke eigentliche Ortschaft Wildpark-West. Davor findet der Wanderer noch zwei Besonderheiten: Neben den Ludwig-Persius-Bauten im Wildpark findet er am Wege das Entenfängergehöft. Leider ist es umgebaut worden, so dass die Handschrift des genialen Persius kaum zu erkennen ist. 300m weiter am Weg dann der Entenfängersee. Ein künstlicher Teich aus dem 17. Jahrhundert (ist allerdings ausgetrocknet) mit 4 kanalartigen Fallen für Wildenten. Man kann direkt am einstigen Teich ein paar hundert Meter entlangpilgern - sehr uriger Waldteil- und landet an der Kirchenstraße. Allerdings hat es in der aus den 20/30er Jahren stammenden Siedlung keine Kirche gegeben, so sehr sie auch geplant war. Desgleichen gibt es kein Rathaus aber einen Marktplatz ohne Markt. Was aber imponiert, sind einige der Häuser selbst. Sie stammen aus der Feder eine einmal sehr bekannten Potsdamer Architekturbüros "Estorff und Winkler". Es sind solide, schucke Villen, nie protzig oder sonstwie geschmacklo.Sie passen in die Auen- und Waldlandschaft sehr gut - und bis heute gegen sie sozusagen den Ton an in der inzwischen kräftig gewachsenen Siedlung. Das Architekturbüro plante überigens zusammen mit dem in Bornim benachbarten Gartenkünstler Karl Förster - und es ist sicher manch wertvoller Rest aus diesen Tagen in Wildpark-West zu entdecken. Wir jedoch sind für diesmal glücklich in der Gaststätte "Angelklause" gelandet. Sie liegt traumhaft direkt an der Havel, eine Wiese und Boote im Wasser, ein Blick aus dem Bilderbuch über den hier seenbreiten Fluss auf die romantische Siluoette von Werder gegenüber. Dass nun auch noch das Essen pünklich kam und gut mundete hätte gar nicht sein brauchen, aber es war ausgezeichnet! Einzig zu kritisieren an der Tour gäbe es an der Verkehrsverbindung zurück nach Potsdam. Denn am Sonntag fährt dort nichts (was mir entgangen war, denn ich war sonst stets werktags oder Sonnabend dort. Wer kommt auf solche Ideen, alle Busse Sonntags zu streichen?) Aber da wir so schönes Wetter hatten, brauchte ich kein Taxi zu bestellen, Wir wanderten eine halbe Stunde nach dem Essen weiter in Richtung der Havel und gelangten zur Eisenbahnbrücke über den Zernsee und über diese und den Deich aus dem Jahre 1839 gelangten wir nach Werder zum Regionalzug nach Berlin. IMG_2074 Eines der Häuser aus der Viertel am Schillerplatz mit Zitaten aus dem barocken Holländerviertel. IMG_2077 March durch den waldverwilderten Wildpark. Er ist 875ha groß - und war das Hof- und Hauptjagdtjevier der Hohenzollern.... IMG_2079 Am Ausgang aus dem Wildpark - das Nordtor-Ensemble. Einst Wohnung eines Försters. Es gehört zum Potsdamer Stadtgebiet Kuhfort. IMG_2080 Wir bekommen von der Soldatin eine kleine Einführung zum Verständnis der Gedenkstätte für die im Ausland ums Leben gekommenen. Auch meine Frage, warum dieser "WAld der Stille" hier im streng bewachten Objekt sein musste, hat sie exakt beantwortet. IMG_2093 Wenn die Angehörigen dies wünschen gibt es für jeden Gefallenen einen eigenen Baum im Wildpark. Nobel. IMG_2119 Eines der schönen Villen des Büros Estorff-Winkler mit Garten von Förster. IMG_2123 Die Seeterasse des Lokals "Angelklause" an der Havel. IMG_2125 Die Anlegestelle, direkt an der Havel. vor 5 Jahren gab es hier noch eine kleine Fahre zur nächsten Kneipe über der Havel (z.B. zur Fischgaststätte Ariel)

  • Nuthe, Nieplitz, Pfefferfließ | uwe-scheddin

    Für einen Sonntag im April "Nuthe-Nieplitz-Pfefferfließ " Bahnausflug in das abgelegene Zentrum des Naturparks Nuthe-Nieplitz. Hier führt ein aussichtsreicher Wanderweg von der Niederung des Blankensees an den Wiesen des Pfefferfließes entlang ins Dorf Rieben. Das Besondere: Dieser Bach darf sich seit 20 Jahren in seinem Bett benehmen, wie es seiner Natur entspricht: feucht und unbeherrscht. Ein neuer See ist entstanden und ein ökologisch wertvolles Niedermoor. Märkisch stille, unverbaute Landschaft und eine Einkehr im echten Dorfgasthof werden die Hauptbestandteile des Ausflugs sein.... P.S. Wie kommen wir dort hin? So nah es ist, es ist nicht einfach. Denn wir durchwandern eine Kreisgrenze und der Regionalverkehr mit Bussen respektiert diese als wären wir in grauer Vorzeit, wo Teltow-Fläming zu Sachsen zählte und Potsdam-Mittelmark die askanische Zauche war. Deshalb gibt es nur eins am Wochenende: Mit dem Regionalexpress von Südkreuz bis Trebbin (das geht schnell) und von dort mit dem Großraumtaxi nach Stangenhagen (12 min). Werktags gibt es auch einen Bus (einen!), aber da hat die Dorfgaststätte geschlossen. Die Wanderung von Stangenhagen startet an der B 246, genau wo diese das Pfefferfließ überbrückt beginnt eine Uferweg in die kleine, neue Moorwildnis dieses Baches. Zunächst quert er ein Vogelparadies (mit Beobachtungshochstand), dann geht die Wanderung durch recht schöne Wiesenlandschaft - am Rande grasen Haflinger. Wir folgen der Ausschilderung des Naturparks und kommen durch Kiefernwald und schließlich wieder durch Wiesen, wobei wir sowohl das Pfefferfließ wie auch den Pfeffergraben überqueren. Dieses Gewürz gibt es hier natürlich nicht. Dem Namen dürfen wir getrost etwas abseitig deuten. Das Fließ war für die Dörfler so jwd. und außerdem noch sumpfig- Wohl ähnlich wie das "Land, wo der Pfeffer wächst" und man schon vor Jahrhunderten den einen oder anderen hinwünschte. Wir aber haben nur Spaß an der Einsamkeit, die ab und an mit einem schönen weiten Blick gewürzt wird. Eine einzige menschliche Siedlung gibt es auf den 8 km: Eine bewohnte Försterei. Dann erst gerät man in die Nähe des Dorfes Rieben, das einen sehr schönen Rundweg um seinen gleichnamigen See hat. Er ist ganz natürlich erhalten und deshalb für Tourismus kaum brauchbar. Keine Stege, keine Datschen. Das Dorf selbst aber hat eine kleine Pension und eben eine Gaststätte. Wie lange noch? Nicht lange.... Neu und ebenfalls lohnend ist in Rieben der Hofverkauf, den wir gleich zweimal auf dem Weg vom Gasthof zur Bushaltestelle nutzen können. Bus? Ja, auch am Wochenende gibt es hier am Rand es Landkreises Busverkehr. Bis Beelitz! Von hier fährt wieder ein Regionalzug nach Berlin. Allerdings landen wir in Wannsee....nicht in Südkreuz. Wie bin ich auf diesen Ausflug gekommen? Anlass war eine kleine Reform des Busverkehrs, der wenigstens eine der Fahrten ohne Taxi möglich machte. Die Gegend eigentlich braucht keine Werbung, nur ist sie eben schlecht erreichbar. Ein Nachteil, der für den, der endlich da ist, ein Vorteil ist. Ich kenne Strecke Trebbin-Stangenhagen-Beelitz recht gut, gehört sie doch zu meiner näheren Heimat und meine Eltern hatten Freunde in Trebbin. Dennoch wäre niemand damals auf die Idee gekommen, das Pfefferfließ zu bewandern und so blieb die Gegend für mich unerforscht. Erst vor kurzen sind Lena und ich dort mit dem Rad aufgekreuzt, haben eine Februar-Radtour gemacht und sind k.o. und mit Riesenhunger in Rieben eingekehrt. Für das Rad ist der Weg zu sandig, aber zu Fuß Ideal. Hier muss man sich Zeit lassen, war unser Urteil. Ideal fürs Wandern.... Aussichtsturm auf dem Löwenberg Ganz in der Nähe unserer Wanderung findet man diesen sehr schön gebauten Turm mit exklusiver Aussicht in den Naturpark Nuthe-Nieplitz Haflinger am Pfefferfließ Direkt am ausgeschilderten Wanderweg des Naturparks fällt diese Haflinger-Zucht auf Pfefferfließ und Stangenhagener See Vom Vogelwartturm bei Stangenhagen ergibt sich dieser aufschlussreiche Blick in neue Sumpflandschaft seit der Wiedervernässung....

  • Bericht Spreewald im Winter | uwe-scheddin

    September 2026 November 26 Organisation Oktober 2026 Aktuell August 26 Juni 26 Programm März - Mai 2026 Bisschen Bio Kontakt Siehdichum antik Impressum & Datenschutz Buckow, Brecht und Lebenblümchen Recherche Flugfeldumfeld Berlin ist ja so groß, so groß Aprilreise an die polnische Ostsee Ein Frühlingsausflug in Orgellandschaft Nuthe, Nieplitz, Pfefferfließ Himmel und Hölle JS Bach in Köthen Führung ohne Führer in Schö... Museum Barberin in Potsdam Bericht Herbst Masuren 2018 Bericht Reise Posen und Warthebogen Bericht Masurenreise Gute Adresse: Bergbaumuseum Rüdersdorf Bericht von den Gärten von Ihlow Kontakt Panke und Pankow Bericht Wanderung Christur als Apotheker Oder-Delta Bericht Dorfkirchenorgeln Treuenbrietzen Bericht Spreewald im Winter Bericht Advent in Gotha Bericht Wanderung mit den Kranichen Bericht Süße Werkstatt Bericht Luthers Lánd Bericht Reise "Stettin und das Haff" Kamele in Brandenburg Bericht Aquaponic Farm Havel-Bus April 2017 Bustour Berlin "Reicher Südwesten" Kreuz des Ostens mit Funkhaus Campus Griebnitzsee Salz der Saale Potsdams Wilder Westen Baum der Erkenntnis Taufengel über der Zauche RIGA 2016 Wanderung nach Rüdersdorf Sommer 2016 Himmel über MARZAHN Theater am Rand - Oderbruch Heidekrautwandern Saarmund 2016 HARZREISE Theo in Thale 2016 Mutters Garten Blog Suchergebnisse Mehr Bericht "Winter im Spreewald" am 23. Januar 2018 Zugegeben, ich hatte mir den Winter kerniger vorgestellt für diese Wanderung, vielleicht wirklich Frost auf den Fließen.... aber immerhin gab es heute Vormittag etwas Puderzuckerschnee und hier und da ein wenig Eis - was der Landschaft bestens zu Gesicht stand. Auch der leichte Nebel tat das Seine, um aus den Wiesen die schönste Erlkönig-Stimmung herauszuholen. Dazu die unglaubliche Ruhe und diese Windstille heute hier. Ich mag Stille. Ich mag keinen Sturm. Und mit mir gingen bei also nicht idealem Wetter immerhin 12 weitere WanderInnen. Es waren fast 10 km zu bewältigen und ich war letztlich froh, dass die Erde nicht gefroren war... und wir ohne Spikes als Hilfsmittel auskamen. Mein Kurs war einfach und dennoch originell, wir haben den Spreewald durchquert als auch sozusagen umrundet (mit Bahn und Taxi). Ich kann das zum Nachahmen nur empfehlen: Von Lübben mit dem Taxi bis zum Kahnhafen von Neu Zauche (ca. 40€). Immer am Fließ entlang geht dann der erste Teil der Wanderung 5km durch herrlichen Laubwald (Erlen, Eichen, Hainbuchen, Traubenkirschen) auf gelb markierter Wegstrecke, die hier auch Fontaneweg heißt, weil der Meister hier einst entlanggerudert wurde und in den nachfolgenden Gaststätten saß und der Wirtin den einen oder anderen Reim ins Poesiealbum schrieb (man wird mit der seltsamen Lyrik, die er hier anwendete, natürlich an Ort und Stelle bekanntgemacht...). Im Gasthaus Eiche, haben wir uns, wie damals Fontane, etwas gestärkt, gern hätten wir´s auch beim Nachbarn im "Waldschlösschen", wie er, getan, aber es war noch geschlossen wegen Winter oder Wohlstand. Dazwischen aber lag ein ebenfalls beeindruckender Wanderweg von fast 4 km - der Eichenweg, Er führt durch urige Wiesen mit uralten verfallenden Weiden. Hier den "Erlkönig" aufzusagen, wäre herrlich kitschig gewesen. Aber die Stimmung war auch ohne dies "unheimlich" genug. Doch wohlbehalten kamen wir zur "Ringchaussee" von Burg und zum Glück schnell zum "Landhotel", das seine sehr gutes Restaurant geöffnet hält. Wann endlich aber, schafft die Gemeinde Burg auf dieser wichtigen Straße sich und uns einen Bürgersteig an!? Jährlich kommen fast 1,5 Millionen Gäste in den Spreewald und seit 30 Jahren ist keine Geld da für einen Fußweg. Zum Glück gibt es hier gute Taxibetriebe und einer dieser brachte uns schließlich von der Gaststätte "Wendenkönig" des Landhotels zum Bahnhof nach Vetschau (ca. 25€). Von dort ist es keine Stunde bis nach Berlin. (Sie können die Bilder einzeln anklicken und besser betrachten. Fotorechte: Scheddin) IMG_7834 Start im verwaisten Kahnhafen von NeuZauche IMG_7841 Man vermutet erst einen Todesfall ---- doch dann ist es was Fröhliches. IMG_7843 Dieser naturnahe Querarm der Spree fließt vom Nord- zum Mittelkanal und durchquert den schönsten Hochwald es Spreewalds IMG_7846 Auf dem "Eichen-Weg" (grüne Markierung ab Hotel "Eiche" - sehr schön zwischen Erlen und naturnahen Sumpfwiesen. IMG_7852 In Burg-Kaupe angekommen, wird uns (eigentlich) das Restaurant Waldschlösschen. IMG_7857 Auch das kann man in Burg noch entdecken: Kleinbäuerliche Idylle 1/1

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